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Pfarrer: Thomas Markert
Wie geht‘s denn jetzt weiter?
Diese Frage höre ich gerade öfter in diesen Sommertagen. Mal neugierig, mal mit Smaltalk-Geschmack, aber oft auch mit echtem Interesse und vor allem auch mit einer gewissen Sorge. Na klar. Am 23. August haben wir Pfarrer Jonathan Hahn wehmütig, festlich und dankbar für mehr als 10 Jahre Dienst auf dem Eigen verabschiedet und ihm und seiner Familie Gottes Segen für die Zukunft in Görlitz gewünscht. Im Oktober werden wir Markerts aus unserem Dienst hier verabschiedet (siehe unten). Gewiss ein unglückliches Zusammentreffen, zeitlich und räumlich so dicht beieinander. Und die Frage stellt sich da natürlich wie von selbst: Wie geht’s denn dann weiter?
Gar nicht leicht zu sagen. Irgendwie geht‘s immer weiter, höre ich manchmal, zweckoptimistisch.
Manche(r) mag auch die aktuelle Jahreslosung im Mund führen: Gott spricht: Siehe, ICH mache alles neu.
Sicher tröstlich, ja, aber leider schafft es die Ungewissheiten nicht sofort aus der Welt.
Natürlich überlegen wir derzeit auch ganz konkret mit Superintendent und Kollegen, wie künftig Pläne und Verantwortlichkeiten neu verteilt, aber auch Aufgaben weggelassen werden können – schmerzlich wird das auf jeden Fall für viele, und auch nur bedingt planbar.
Mitten in dieser Unsicherheit und den offenen Fragen mag ein wichtiges Ereignis leicht in den Hintergrund treten, das doch gerade – vielleicht sogar wie ein Zeichen – in diesen Wochen ein schönes Signal der Ermutigung und der Neuausrichtung nach vorn ist:
Am Sonntag, dem 13. September, werden in unseren beiden Gemeinden neue Kirchenvorstände gewählt, die dann am 1. Advent in ihr künftiges Amt eingeführt werden (genaueres siehe unten).
Und schon hier und heute möchte ich allen Kandidatinnen und Kandidaten herzlich danken, die sich – auch und gerade im Wissen um die kommenden Herausforderungen – bereit erklärt haben, für dieses Amt zu kandidieren oder sich berufen zu lassen.
Und bei diesen Wahlen wird außerdem sichtbar: Unsere Kirche und unsere Gemeinden lebt zuerst und zutiefst von den Menschen hier vor Ort, die sie tragen, gestalten, manchmal auch ertragen, und die immer wieder im Vertrauen auf Gottes Nähe und Kraft Glauben weitergegen und Gemeinschaft ermöglichen. (Wir) Pfarrer sind letztendlich nur „Zugvögel“, die früher oder später weiterziehen.
Und – jetzt gewiss noch mehr als zuvor – sind unsere Kirchenvorstände auf die Unterstützung der ganzen Gemeinde angewiesen, Unterstützung durch Gebet, durch Wohlwollen und durch ganz praktische Mitarbeit.
So können Sie als Gemeindemitglieder ganz unmittelbar etwa dazu beitragen, dass es gut weitergeht in unseren Gemeinden, z.B. schon durch eine hohe Wahlbeteiligung am 13. September. Das wäre ein ganz starkes und wichtiges Signal an unsere neugewählten Kirchenvorstände: Wir sehen euren Einsatz, und wir wollen und werden mit euch gemeinsam unser Gemeindeleben weiter gestalten – egal, wie es nun ab dem Herbst ganz konkret weitergeht.
So grüße ich im Namen unserer Kirchenvorstandskandidatinnen und -kandidaten ganz herzlich. Ihr /Euer Pfarrer Thomas Markert
»Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine«
»© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine« http://www.ebu.de »Weitere Informationen finden Sie hier.« http://www.losungen.de
Jahreslosung 2026
Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!
Offenbarung 21,5
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